Samstag, 7. November 2015

Unterwegs auf dem Dach der Insel

7. November ■ La Goleta - Degollada de la Cumbre - Roque Nublo

v.r.n.l. Roque Nublo, Frosch und Mönch
Kurz nach Sonnenaufgang gegen 7 Uhr werden wir meist von selber wach; so auch heute. Es versprach ein sonniger, warmer Tag zu werden wie schon die meiste Zeit hier. Die Temperatur hier in Playa del Inglès soll etwa 25°C erreichen; in den höheren Lagen ab 1200 m war es bis jetzt immer etwa 3° kühler.

Teideblick
Heute kombinierten wir 2 Touren (Nr. 25 und 1; RW) - zuerst eine Runde am Rande der Caldera und danach noch den Weg zum Roque Nublo, einem Basaltschlot eines "wegerodierten" Vulkans, 85 m hoch, nebst Frosch, der so aussieht und daneben sitzt. Dieser kann auch für Nichtwanderer bequem erreicht werden. 

Roque und Frosch von der
anderen Seite
Abendstimmung 
Die Caldera-Runde begann mit einem Abstieg vom Parkplatz in 1600 Meter Höhe zum kleinen Dorf La Culata auf 1200 Meter hinab. Bei 21°C und strahlender Sonne ein Vergnügen. Danach liefen wir am gegenüberliegenden Hang auf Fahr-, Forst- und Waldwegen wieder nach oben zurück in den herrlichen Kiefernwald. Am Rand der Caldera wanderten wir weiter mit imposanten Blicken über die Insel. Auch der Teide war heute völlig ohne Wolken zu sehen. Die Wolkendecke, die zum Nachmittag dichter wurde und aussah wie fluffige Watteberge befand sich in ca. 1000m, also weit unter uns. Zeitweilig war sogar die Kuppe von La Gomera sichtbar.
Familie Frosch vor dem
Felsen-Frosch

Gegen 16 Uhr waren wir zurück am Ausgangspunkt.

Im Wanderführer wird empfohlen, den Roque Nublo entweder früh morgens oder am späten Nachmittag zu besuchen. Dann ist er nicht mehr so überlaufen. Heute ist Samstag, sodass neben allen Touristen allerdings auch die Einheimischen unterwegs waren. Je nach Wegstrecke sollte man bis zu 2 Stunden Zeit einplanen. Wir umrundeten den Felsen noch relativ allein. Auf dem Plateau aber waren doch noch Herrscharen zu Gange. Da es aber recht groß ist, verteilten sich die Leute. Von hier oben hat man Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Die Sonnenuntergangsstimmung kurz nach 18 Uhr erlebten wir noch dort und liefen dann aber flux in 20 min. zum Auto zurück. Vor der Finsternis in unbekannten Berggelände hatten wir dann doch Bammel.

Die Sonne versinkt im Wolkenmeer
Die beleuchteten Dörfer und an den Berghängen gelegenen Häuser bieten in der Dunkelheit eine sehr romantische Stimmung. Trotz der kurvenreichen Straßen ist das Fahren kein Problem, da der Straßenbau hier sehr fortschrittlich und exakt erscheint.