Mittwoch, 18. November 2015

Heimreise

18. November ■ Playa de Inglés -  Chemnitz

 Unsere Avocado ;)...
Ein letztes Urlaubsfrühstück
Club
Abschied vom Atlantik
Nach einem letzten gemütlichen Frühstück tätigten wir die übrig gebliebenen Handgriffe in unserem "Reihenhäuschen" und setzten uns mit etwas Wehmut ebenfalls letztmalig auf unsere Terrasse und ließen uns zum Abschluss eine sehr sonnengereifte Mango vom Dorf nebenan schmecken. Nach üblichem Dank und Schwatz beim Chef begaben wir uns 10 Uhr 30 mit dem Mietauto zum Flughafen. Diesmal auf der GC-500 - das ist die parallel zur Autobahn verlaufende Landstraße.

Unterwegs hielten wir zu einem Fotostop an der steinigen und kargen, aber doch auch faszinierenden Küste. Hier gibt es noch viel Platz für weitere Touristenburgen ;-). Momentan scheint es so, als ob dort das Land gerade urbar gemacht wird. Ohne Bewässerungssystem geht gar nichts. 

Paris bei Nacht...
... von oben friedlich ...
Noch mit reichlich Zeit "im Gepäck" loggte Sandi am Flughafen noch 'nen Cache in der Nähe. Danach ging es ab in's Getümmel. Pro Stunde starten hier ca. 30 Flugzeuge. Entsprechend groß und belebt ist das Gelände.

Der Flug führte bei guter Sicht über Portugal, Spanien, Frankreich nach Leipzig. Da heute offenbar gute Windverhältnisse herrschten, landeten wir 15 min. früher als geplant. Zum Glück; so hatten wir einen perfekten Zuganschluß nach Chemnitz mit nur wenig Minuten Wartezeit. Wenn das nichts ist. Schlussendlich brachte uns ein Taxi noch die letzten 2 km nach Hause, da wir keine 20 min. in der eisigen Kälte auf den Bus warten wollten. Das sind wir nicht mehr gewohnt ;).

Zu Hause wurden wir herzlich mit einem liebevollen "Speisekorb" empfangen :); hatten wir doch heute morgen die letzte Mahlzeit. Mittlerweile gibt es für Otto Normalverbraucher im Flieger nur noch ein kleines Tütchen Salzgebäck und Getränke.


Hier geht's weiter.

Dienstag, 17. November 2015

Abschied

17. November ■ Playa de Inglés

Abendstimmung
Morgen geht eine schöne Zeit zu Ende. Wir wollen gern noch länger bleiben, aber die "Pflicht" ruft ;-).

Zum Abschluß ließen wir alle Viere baumeln; Sandi auf Stadtbummel sowie Dünenbesuch. Dabei wurde auch der unkomplizierte Nahverkehr getestet. Andi las ausgiebig und begab sich auf einen ausgedehnten Strandspaziergang.

Bei einer heimischen Flasche Rotwein begossen wir den gelungenen Urlaub. Es war sicher nicht der letzte auf dieser Insel.

Montag, 16. November 2015

Mann, ist das steil, Mann

16. November ■ Mogán - Montaña de Tauro - Mogán

Da hinauf?
Schon am zeitigen Morgen, kurz nach sieben, begannen wir etwas verschlafen den Tag, da Andi zum Abschluss eine schöne knackige Runde gewählt hatte. Eigentlich hatte Sandi an einen "Ruhetag" gedacht, aber die Neugier war gesät ... fünf vor 8, das Buffet war gerade eröffnet, waren wir die ersten.

So saßen wir eine reichliche Stunde später gemeinsam mit dem üblichen Zubehör im Auto; Fahrzeit ca. 30 min. - Autobahn Richtung Westen.

Hier geht's lang
Unser Startpunkt war diesmal an der Mühle in Molina de Viento, einem Stadtteil von Mogán. Dort beginnt ein mit Steinmännchen und z.T. liebevoll gestalteten Wegweisern gekennzeichneter Weg. Dieser schraubt sich 2 km steil am Berg und an seiner Wand in unzähligen Kehren 450 Höhenmeter nach oben. Die Anstrengung hielt sich dennoch in Grenzen, da wir glücklicherweise noch auf der Schattenseite des Berges liefen.

Oben angekommen, stießen wir auf einen weiterführenden Weg, der am Rand des Barrancos auf einer Hochebene zum Tauro führt. Die Ruhe genießend begegneten uns unerwartet "viele" Wanderer: 2 Spanier, 4 Norweger und 2 Deutsche. Das war neuer Urlaubsrekord!

Dem Barranco entstiegen
Der Tauro, der mit 1214 m genauso hoch ist wie der Fichtelberg, hat eine sonderbare Form, so als wäre seine Spitze abgeschnitten. Früher war er ein Kultberg. Noch heute gilt er als sogenannter Kraftplatz. Und wirklich, man hatte das Gefühl der Magie. Vielleicht war es auch Einbildung. 

Kraftplatz auf dem Gipfel des Tauro
Am Gipfel hatten wir Rundumsicht über die gesamte Insel, jedoch die Nachbarinsel Teneriffa blieb im Dunst verschwunden. Dann schon auf dem Rückweg umrundeten wir den Gipfel und es kamen noch ein paar Höhenmeter dazu. Die Tour wurde länger als ursprünglich gedacht, aber Wetter, Stimmung, Naturschönheiten ... alles passte. 

Auf dem Rückweg
Auch konnten wir heute 2 der einheimischen endemischen Vogelarten aus nächster Nähe beobachten. Zum einen war es der Kanarienvogel, der im Ursprung grau ist und der andere war wirklich sehr anmutig, orangefarben mit Krone und langem schmalen Schnabel, filigran und ähnlich einem Specht. 

Gleich unten?
Die Hochebene war zügig durchlaufen, doch der 450 Meter hohe Steilabstieg wollte erstmal bewältigt sein. 40 Minuten steil bergab gehen lassen die Knie "pfeifen".

Zufrieden und glücklich über unsere gelungene Abschlusstour waren wir gegen 18 Uhr zurück. Leckere gekühlte Getränke, Cidre und Fruchtsmoothie warteten schon auf uns :). Sandi nahm wie immer als erstes die erfrischende und regenerierende Dusche und Andi genehmigte sich einstweilen ein kühles Blondes. 




Sonntag, 15. November 2015

Gemütlicher Sonntagsausflug

15 . November ■ Steilwand von Guayadeque

Bewohnte Felswohnungen
Felskirche und Restaurant. Morgens noch
ohne Besucheransturm.
Der Tag startete sehr bequem kurz nach 8 Uhr. Aus diesem Grund sollte unsere Tour nicht so lang werden. Da heute am ungeraden Tag Sandi das Zepter führte, blätterte sie durch den Rother- Wanderführer und wählte die Nr. 71 -Von den Cueva Bermejo hinauf zum Bergkamm -.  So fuhren wir noch einmal in das Barranco von Guayadeque, an dessen oberen Ende wir bereits eine weite Strecke gelaufen sind.

Auf dem Weg nach oben
Unser Rastplatz mit Blick auf die
Ostküste 1000 Meter unter uns.
Links das Barranco, dem wir entstiegen
waren.
Heute starteten wir in der Mitte des Tales auf etwa 580 Metern Höhe. Hier befindet sich sich eine kleine in den Fels gehauene Kirche nebst Restaurant, sowie einige bewohnte Felswohnungen. Offenbar ist er ein beliebter Ausflugsort der Einheimischen, denn als wir am Nachmittag zurück kamen, war hier zum Sonntag der Teufel los.

Unser Aufstiegsweg von oben gesehen
Der Weg führte serpentinenreich ca. 250 Höhenmeter durch die Steilwand. Von unten gesehen war kaum vorstellbar, dass hier ein Weg nach oben führt. Oben angekommen, schlenderten wir auf der Hochfläche am Rande des Barrancos noch ein Stündchen weiter aufwärts. Auch wurde uns gezeigt wie es hier vor kurzem geregnet haben muss. Zum einen war es saftig grün :) und zum anderen waren die Wege mit ausgewaschenen Flussrinnen versehen und versperrten hangabwärts gerollte Steine den Weg als wäre alles etwas ins Rutschen gekommen. Ein versierter Mountainbiker kam uns entgegen, der störende Steine vom Weg sammelte. Offenbar bereitete er eine Tourstrecke vor. Um dort Mountainbike zu fahren, braucht es wirklich Mut und Können.

Kuchen statt Cache ;-)
Wir hatten wieder bessere Sicht, von hier auf auf die Ostküste und konnten die pausenlosen An- und Abflüge der Flugzeuge beobachten. Etwas weiter entfernt lag die Stadt Telde.

Auf einem Hügel in 1000 Meter Höhe rasteten wir an einem kleinen, aus Natursteinen errichteten Unterstand und kehrten nach ausgiebigen Mittagspäuschen auf gleichem Wege zurück.

Gegen Vier waren wir zurück und es gab in unserem gemütlichen Club Muffins und Cidre.




Samstag, 14. November 2015

Oberhalb von Ayagaures

14. November ■ Ayagaures

Noch 4 Tage ... langsam neigen sich die 3 Wochen hier dem Ende zu. Und wir haben hier schon viele schöne und abwechslungsreiche Eindrücke bekommen.

Stausee
Heute hatten wir wieder Lust eine etwas längere Wanderung zu unternehmen. So suchten wir uns die vielversprechende Tour 45 - Oberhalb von Ayagaures - aus dem Wanderführer heraus. Die Route ist schwarz; als schwer deklariert. Außer einer Stelle, wo nach einem gewaltigen Bergrutsch im Dezember 2013 ein Stück des Weges mit in die Tiefe gerissen wurde und die Alternative ein Provosorium war; mit Vorsicht und Wanderschuhen jedoch ohne Gefahr zu bewältigen. 

"Bunter Fels"
Nach 30-minütiger Anfahrt ließen wir unseren treuen französischen Diener direkt in Ayagaures, einem kleinen Dorf, welches wir schon auf unserer ersten Radrunde besuchten, stehen. Vorbei an zwei Stauseen mit verhältnismäßig viel Wasser stiegen wir immer hangaufwärts über Stein- und Waldwege etwa auf 950 m. Die Kulisse bot ein sich immer wieder veränderndes Bild - farbenfrohe Berge, Kiefernhänge, verlassene Natursteinhäuschen, Natursteindämme, pflanzliche "Überlebenskünstler", Steine in aller Vielfalt, Eidechsen ...
Am Wendepunkt mit Ausblick und absoluter Menschenleere gab es unsere Pausenbrote und frisch gestärkt ging es steil bergab in den Talgrund, welchen wir bis dahin von oben gesehen hatten. 

Hangsturz
Bon diaz
Dort trafen wir auf ein zum Teil verlassenes Dorf, welches sehr idyllisch von Palmen gesäumt, lag, aber sich etwas später auch die evtl. Gründe dafür offenbarten. Auch hier gab es vor kurzem mehrere kleine und große Erd- und Steinrutsche. Vielleicht war das tagelange Unwetter kurz vor Urlaubsbeginn die Ursache dafür. Der Weg war jedenfalls verschüttet und 3 Arbeiter mühten sich mit einem Bagger und von Hand die Gesteinsmassen zu beseitigen. An vielen weiteren Stellen war zu sehen, dass die "Wunden" frisch waren. Offenbar  bricht hier regelmäßig Gestein von den steilen Wänden; das Steingemisch ist hier außerordentlich spröde und bröselig.

"Zu Hause" wieder angekommen, legten wir erstmal die Beine hoch. Dazu gab es nach der eine Beeren-Cidre, die zwar gut gekühlt, aber doch nach einer Menge Aroma schmeckte. 
Nach der obligatorischen Dusche, welch' ein Genuss, wartete bereits das Abendbrot. Allerdings wiederholt sich das Menü mittlerweile, sodass die Freude auf das Essen nachlässt. Beim nächsten Mal achten wir mehr darauf.




Freitag, 13. November 2015

Suppenküche

13. November ■ Andi: Wanderung Mirador Fataga - Sandi: Cachen am Arco del Coronadero

Heute kochte jeder von uns beiden sein eigenes Süppchen.

In der Ferne die Dünen
Andis Zutaten: Auto, gutes Wanderwetter, Berge, schöne Aussichten und ein einsamer Pfad. Ab dem Mirador Fataga führt ein gelegentlich durch Steinmännchen markierter kleiner Pfad über die Hochfläche und streckenweise einige 100 Meter über senkrechten Abstürzen. In der Wanderkarte existiert der Pfad nicht,  jedoch in open street map. Heute war Andi der einzige auf der Strecke.

600 Meter Tiefblick
Am oberen Ende des Barrancos
Von oben gab es schöne Tiefblicke in das Barranco, dessen Grund etwa 600 Meter tiefer liegt. Morgens war wieder dieses eigenartige, durch die Sandpartikel verursachte, " gelb-braune Nebelwetter", gegen Nachmittag wurde es sonniger. Um 17 Uhr war Andi wohlbehalten und zufrieden noch vor Sandi zurück im Club; schnappte sich seine Liege und chillte. 

Sandis Suppe bestand heute aus vielen, vielen Caches. Dafür stand sie schon am frühen Morgen auf; so zeitig, dass sie sich ihr eigenes Weetabix und noch ein bißchen Obst "zusammen rührte". Halb acht schlich sie sich von dannen, während Andi noch schlief. Um 8 war ein Treff an einem 1,5 km entfernten Hotel mit einem Paar aus Coburg vereinbart, welches sie beim Event am Leuchtturm kennenlernte. Geplant war eine nahegelegene Route in einem Barranco sein, die empfohlenerweise nicht allein gegangen werden soll. Da Andi ja eher wenig Freude am Cache hat, bot es sich an, mir andere "Interessensgenossen" zu suchen. 
Bei den anderen beiden ist es so, dass sich nur der männliche Part diese Caches zutraute. Seine Frau lief anfangs noch mit, aber nach 2 km über Stock und Stein verabschiedeten wir uns von ihr für die nächsten Stunden. Die Versteckplätzchen hatten alle etwas Besonderes, bspw. war ein verlassenes Plätzchen dabei, dann Kletterei sowie eine Tunnelpassage zwischen 2 der Schluchten. Es wurde es in keiner Weise langweilig. Die Versessenheit ihres Kompagnon war ihr ganz recht, so war es für sie sehr entspannt und sie erfuhr einige interessante Info's aus dem Leben von leidenschaftlichen Vielcachern. Natürlich hat Sandi auch ihren Teil und diesen auch regelkonform beigetragen.

Eher als gedacht konnte diese wunderbare Runde beendet werden. Da es gerade erst Mittag war und die Coburger akribisch vorbereitet waren, ging es per Auto zu weiteren Caches im Süden der Insel. Sie waren mal mehr, mal weniger schwierig. Auf jeden Fall gibt es paar Statistikpunkte ;). Und so kam Sandi auch noch zu ihrem daheim gelösten Mystery im Botanischen Garten von Arinaga; ein sehr schön angelegtes Terrain mitten im trockenen Süden von Gran Canaria. 

Am späten Nachmittag wurde die Runde mit der Einkehr in die Guapa-Tropical-Bar mit Sicht auf den Strand von  Playa del Inglés beendet. Dort gab Sandi als Dank für den gelungenen Tag - Freitag, der 13. - eine Runde aus.

Wieder vereint im Club ließen wir beide den Tag mit dem Erzählen unserer Erlebnisse ausklingen.

Donnerstag, 12. November 2015

Ruhetag

12. November ■ Playa de Inglés

Unser Paradies
Ruhe ist heute unser Programm - Lesen im Garten unseres Clubs. Wir lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen und entspannen. Zeit ist ein Fremdwort. Erst am späteren Nachmittag bringen wir die geliehenen Rennräder zurück und bummelten vor dem Abendbrot durch Playa.

Abendstimmung
Es herrschte eigenartiges Wetter; der Wind frisch auf und die Sonne versinkt in einer Art Waschküche - es sieht nach Weltuntergang aus ;-). Ursache ist der Ostwind, welcher den Sand aus der Sahara auf die Inseln bläst.


Mittwoch, 11. November 2015

Radeln bis die Knie glühen

11. November ■ Playa de Inglés - Wanderparkplatz am Roque Nublo und zurück (82 km)

Erste Zwischenstation
Cruz Grande in 1249 Metern Höhe
Eigentlich sollte der Wecker um 6.15 Uhr seine Weckmelodie spielen. Da Sandis Handy nach deutscher Zeit läuft, war es aber erst 5. 15 Uhr. Als wir es merkten, war es zu spät, um sich dieses Stündchen auf's Ohr zu legen. Wir wunderten uns nämlich zunächst nur, dass es nicht hell wurde. Es war ganz gut so, da Sandi lange brauchte, um in die Gänge zu kommen. So starteten wir schon eher als geplant, 7. 23 Uhr, als es hell wurde.

Das Ziel naht ...
Kurzfassung der Route: GC- 60 Maspalomas bis Ayacata, GC-600 bis Parkplatz Roque Nublo. 2000 Höhenmeter/ 6-12%/ 41km/ 5h/ mit Pausen. Abfahrt (derselbe Weg): 2000 Hm/6-12%/41 km/ 2 3/4 h mit gemütlicher Kaffeepause. 

Das Wetter war perfekt für unser Vorhaben; die Sonne steckte meist hinter Wolken. Auf der Höhe war es unerwartet kühl und windig.

Sandi genießt den Berg ;-)
Oh, oh ...
Da die Rennräder sehr lang übersetzt sind, war der kleinste Gang unser liebster, mit dem man sich bei 8 bis 12 km/h hocharbeitete. Etwas frustrierend war es manchmal, einen Hang mit vielen Kehren zu sehen und zu wissen, die muss ich hoch... aber schnell fanden beide zum eigenen Rhythmus und eigentlich lief es besser als gedacht. Sandis mulmige Gedanken wurden zusehends entkräftet. 

Blick zum Roque Nublo mit Frosch
An der letzten Abzweigung der GC-600 hinauf zum Ziel, dem Roque Nublo, fragte Sandi, ob das ernst gemeint sei. Ab da ging es die letzten 4 km etwa 12% bergauf. 

Nach einer längeren Rast begann die rasante Abfahrt. Wer starke Nerven hat, ist schneller als die Autos... In Tunte (San Bartolomé) gönnten wir uns ausgiebig leckeren Kaffee und Kuchen. Dort ließen sich auch viele andere Radler nieder um Pause zu machen; Dänen, Deutsche, Schweizer...

Für uns eine sehr gelungene Premiere des Bergradelns. Zufrieden und durchaus noch mit Reserven kamen wir gesund wieder an; vom leichten Zwicken in den Knien oder am Po abgesehen.:)

Am Wendepunkt (1655m)




Rennsandi

Vorfreude auf die weitere Abfahrt

Dienstag, 10. November 2015

Erstmalig auf dem Rennrad

10. November ■ Playa de Inglès - Ayagaures - Playa de Inglès (46 km)

Erste Trinkpause
Gegen 9 Uhr holten wir, wie vereinbart, am Radladen "free-motion" unsere schicken Carbon-Rennräder ab. Andi kann sie mit 2 Fingern anheben. Das Fahrgefühl ist anfangs gewöhnungsbedürftig - man sitzt tief und erreicht die Bremsen etwas umständlich. Aber Andi fühlte sich wie auf einer Rakete...

Sandi is coming
Geschafft :)
Wir komplettierten in unserer Unterkunft die Ausrüstung und fuhren dann auf die naheliegenden Berge. Ziel war ein Pass auf 490 Metern Höhe, den wir, trotz heftigem Sonnenschein und z.T. böigen Gegenwind problemlos erreichten. Auf dem Hinweg folgten wir der GC- 503, einer dorfähnlichen Landstraße im Barranco. Nach einer kurzen Trink- und Messpause ging es dann zum kernigen Teil über: die GC- 504 hinauf zu einem Mirador. Es war leichter als gedacht. Die Abfahrt nach Maspalomas, ca. 20 km, war für Andi das Krasse; etwa 50 km/ h bergab. Trotzdem wird es für Sandi nicht der Lieblingssport; der Sattel hart und das Bremsen war anstrengender als das strampeln. Vielleicht fehlt aber auch etwas Übung. Das mulmige Gefühl beim Gedanken an den nächsten Tag blieb.
Klasse!!!

Der Ausflug zum Leuchtturm von Maspalomas erwies sich in der Nachmittagshitze als ungünstig und wir waren beide genervt davon. Also nichts wie weg und unter Palmen entspannen. 



Montag, 9. November 2015

Barranco de Guayadeque

9. November ■ Barranco de Guayadeque

Olive
Heute versprach es wieder bestes Wetter mit etwas Wind, welchen wir oft eher angenehm als störend empfinden. Wir frühstückten zügig, um beizeiten die mit etwa 7 Stunden angegebene Tour zu beginnen. 
Für unsere Tour (Nr. 70 - Rother Wanderführer) hatten wir ein, mit dem Auto in etwa einer Stunde erreichbares, Barranco im Osten der Insel ausgesucht. Das waren ca. 30 Autobahnkilometer bis zur Abfahrt am Flughafen und weitere 10 Kilometer Serpentinenstraße bis auf etwa 1000 Meter Höhe.

Naturnahes Wohnen
Gegen 10 Uhr starteten wir dort am Restaurant Tagoror. Das ist, wie auch einige Wohnbauten, in natürlichen Felshöhlen angelegt. Dann stiegen wir reichlich 800 Höhenmeter, anfangs im nur gering bewohnten und engen Tal, dann immer höher über terrassenförmig angelegte Olivenplantagen bis an den Rand eines Vulkankraters (Los Marteles) mit einem ø 550 m und einer Tiefe von 80 m. Nachdem der Krater zur Hälfte umrundet war, führte der Weg durch lichten Kiefernwald. Dort ließen wir uns an einem windgeschützten Plätzchen für eine kleine Mahlzeit (Knäckebrot/Tomate/Banane) nieder. Inmitten der Pampa wunderschön.
Vulkankrater Los Marteles

Auf gut markierten Naturwegen an der gegenüberliegenden Barrancoseite mit phantastischem Blick auf den Aufstieg liefen wir wieder abwärts.

Blick ins Barranco
Felsengarage :)
Nach etwa 7 Stunden waren wir zurück am Ausgangspunkt  -  eine sehr empfehlenswerte Runde, die wir so gut wie allein für uns hatten. Wir haben am gegenüberliegenden Kraterrand nur die Reisebusse auf dem Parkplatz, an dem Infotafeln stehen, gesehen.

Hier wird fleißig gearbeitet
Eigentlich wollte Sandi heute im Höhlenrestaurant einheimisch essen und danach den Sonnenuntergang noch hier genießen. Daraus wurde leider nichts, da sich Andi auf den letzten Wandermetern urplötzlich wie ausgespuckt fühlte... letztendlich war der Sonnenuntergang auch nicht so schön klar wie in den vergangenen Tagen. Das Tal war zudem sehr eng. Somit kam die Sonne gar nicht mehr bis zu unserem Standort. 

Als wir wieder in unserem Club ankamen, fühlte sich Andi Gott sei dank wieder wohl. Es lag wohl nur am zu eng geschnallten Rucksack ;).