Samstag, 31. Oktober 2015

Gemütlicher Regentag ohne Regen

31. Oktober ■ Puerto Rico

Hanghuhn oder Ölsardine? 
Die Wetterfrösche hatten für heute Regen und Wind angesagt ... das erwies sich als letztendlich harmlos; hatte aber schon Einfluß auf unsere heutige "Planung". 

Boah eh ....
So fuhren wir in den 15 km westlich gelegenen Nachbarort Puerto Rico. Dahin lockte uns ein sogenannter Panoramaweg entlang der Badebucht - wie sich aber herausstellte ist dort ein ziemlich "steriler" Touristenort, an dem die Berghänge gepflastert mit Hotels sind. Und für den Strandbesucher ist der Liegeplatz à la Ölsardine mit Sonnenschirm für 8 Euro/Tag nicht billig. Ansonsten gibt es die üblichen Touristenzerstreuungen - Gaststätten, Bars, Massageangebote, Glasbodenschifffahrten und Delfinbeobachtungstouren. 

Der Blick auf das Meer und im Hintergrund die steilen Klippen waren dennoch sehenswert.
Nun wissen wir auch, wo sich die Touristen aufhalten, die wir in den Bergen vermissen (-;.

Was ist relativ? 
Auch einige Caches lagen entlang des Weges, die Sandi einsammelte. Etwas besonderes war allerdings nicht dabei. 

Ehemann und Steinmann
Da der Regen ausfiel, gab es ab Mittag das Kontrastprogramm. Am Rande dieses Urlaubsdorfes beginnt ein nicht markierter Pfad (eine alte gesperrte Straße), der in die Berge führt. Nach etwa 1 Stunde hatten wir einen genialen Aussichtsgipfel erreicht. Neben einigen Hunden begegnete uns ein klappriger Lkw, der auch nicht viel schneller als wir sein konnte, da die Straße aus hunderten von Steinen bzw. Schotter und vielen Löchern und Bodenwellen bestand. Irgendwie absurd - allein in den Bergen mit einem Lkw ;-). Hier oben gibt es ein paar Felder und ehemalige Bananen?plantagen, die jedoch vertrocknet sind. Ein flächendeckendes Schlauchsystem erinnert an die wahrscheinlich bis vor kurzem betriebene Landwirtschaft unter massiv erschwerten Bedingungen. Am übermannshohen Steinmännchen mit Hut, der den Gipfel markierte, genossen wir die Einsamkeit in vollen Zügen. Um keinen Sonnenstich zu bekommen, rafften wir uns für den Talabstieg alsbald wieder auf.

Der abendliche Ausflug in die sagenhaften Dünen rundete unseren 3. Tag hier ab.
Bewässerungstechnik 

Freitag, 30. Oktober 2015

Palmitos

30. Oktober ■ Los Palmitos

8 Uhr war heute die passende Zeit um den Tag zu beginnen. Der blaue Himmel und die warmen Sonnenstrahlen ließen uns zügig in die Gänge kommen. 

Mirador del Cielo
Schon in Wanderkluft machten wir das Beste aus dem Frühstück; die einheimischen Tomaten mit dem selbstgetoasteten Brot schmeckten wirklich gut. Kaffee, naja. Daran müssen wir uns wohl gewöhnen.
Schnell fertig; den Rucksack und die Wanderschuhe geschnappt und los ging's ... wieder ca. 10 km ins Hinterland. Die Navigation ist problemlos - das ständige Kreisverkehr fahren ist gewöhnungsbedürftig, da es jede Kreuzung betrifft, hier in Playa del Inglès etwa alle 250 - 400 m. Aber insgesamt läuft der Verkehr dadurch reibungslos. Auf der wenig befahrenen GC- 503 fuhren wir durch eine grandiose, naturgeprägte Landschaft. Unterwegs begegneten uns einige Radler, vor denen wir den Hut ziehen; 10 km nur bergan (etwa 3-10%) auf der schmalen und kurvenreichen Straße mit tollen Aus- und Weitblicken.  Das reizt uns auch und vielleicht werden wir uns im Verlauf des Urlaubes Räder ausleihen, um es ihnen gleich zu tun. Mal sehen.

An unserem Startplätzchen, kurz vor Los Palmitos, trafen wir auch noch eine Gruppe von Quadfahrern, die gerade Ihre Tour begannen... und sicherlich viel Spaß hatten im bergigen und kurvigen Gelände.
Für uns ging es auf die im Wanderführer mit "Herbe Schönheit im Hinterland der Südküste" treffend beschriebene Tour (Rother Nr. 46).

Der durch Steinmännchen recht gut markierte Weg führte uns zuerst durch die Palmitos-Schlucht und danach einige 100 Höhenmeter bergauf auf einen schönen Aussichtsberg mit Blick in das benachbarte Barranco und den markanten Berg Roque Nublo. Obenauf wuchsen Kanarenkiefern mit den typischen hellgrünen langen Nadeln, ein schöner Kontrast zur ausgetrockneten Landschaft. Vom großen Brand 2007 waren noch die Spuren zu sehen. Alles hier ist sehr schroff und steil, ähnlich wie in La Palma.

Auf unserer heutigen 4-stündigen Tour begegneten uns 3 Hunde, 1 Katze, 1 Hase, ein paar Vögelchen und 0 Wanderer. Und das nur 10 Kilometer Luftlinie vom Südküstentouristensammelbecken entfernt.

Auf dem Rückweg kauften wir im finnischen Supermarkt Original Leksands Knäckebrot (unser Lieblingsknäckebrot aus Schweden) und finnische Lakritzen. Hier gibt es für alle europäischen Touristen nach dem jeweiligen Land bestimmte Wohnviertel... 

Am späten Nachmittag bewölkte es sich zusehends und wir gingen zum gemütlichen Teil des Tages über ... Andi schlief eine kleine Runde unter Palmen und Sandi genoß beim Buch lesen den Nebenblick in den gepflegten Garten. 

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Kleine Erkundungstour

29. Oktober ■ Arteara

Den Schlafmangel von gestern ausgeglichen, begann unser Morgen nach 9 Uhr im benachbarten Hotel La Aguacuates, einem 2* Hotel. Das Frühstück bestehend aus aufgeblasenen  Weizenluftbrötchen mit und ohne Mohn, dazu 3 Wurst- und eine Käsesorte,  sonst die üblichen Zutaten wie je 1 Sorte Müsli und Cornflakes, Joghurt, Marmelade und Nutella schien vom billigsten zu sein; weder wirklich schmeckend, geschweige denn gesund. Nur zum Sattwerden hat es gereicht. Der Kaffee naja geht so. Wie wird es wohl weitergehen?

Heute sollte es zum Einstieg eine kleine Wanderrunde in der Nähe werden. Deshalb entschieden wir uns für eine Teilstrecke Nr. 43 (Die Nekropolis von Arteara) aus dem Rother Wanderführer.
Geröllhang
Am ersten Aussichtspunkt auf halber Strecke   folgten wir einem kleinem Pfad, abseits der Touristenschwemme, der von alten Fliesen, Waschbecken, Bauschutt, Kanistern, Autoreifen und allem, was der Mensch nicht mehr braucht, gesäumt war. Nach 1/4 h erreichten wir einen  hohen Müllberg. Die Frage und Erkenntnis: Wo wird (bzw. wurde) der Müll auf so einer kleinen Insel entsorgt? Hier!

Blick von oben zum Palmenhain
Nach 10 km Anfahrtsweg über eine gut ausgebaute schmale Bergstraße waren wir in Arteara, einem kleinem Dorf auf ca. 400 Metern Höhe.

Ein ehemaliger Fluß, der vor 300. 000 Jahren verschüttet wurde, ließ hier inmitten der kargen Landschaft wieder eine kleine Oase entstehen. Eben diese gewaltige Bergrutsch hinterließ eine Geröllfläche auf der sich über 800 Steingräber, die ältesten 2500 Jahre alt, befinden. Das dort ansässige Museum zu dieser Geschichte ist sehr liebevoll gestaltet und ein Besuch empfehlenswert.

Übrigens tragen in diesem Dorf 6 von 11 Familien den gleichen Nachnamen; wohl durch Inzucht.
Was uns auch immer wieder erstaunt, ist die Beobachtung wie schnell man ganz einsam ist. Die meisten der Touristen bleiben im Tal, ein paar wenige fahren noch bis zu den Aussichtspunkten und beim Wandern können wir die, die uns begegnen, an einer Hand abzählen.
Grüne Oase

Gegen 15 Uhr waren wir zurück und besuchten noch das 10 min. fußläufig vom Hotel entfernte größere Einkaufszentrum "Cita", kauften noch ein paar Dinge für die Wanderungen und die abendliche Gemütlichkeit. 
Später chillten wir in unserer gemütlichen Suite, schliefen oder lasen in unseren mitgebrachten Büchern und Zeitungen. Es war super entspannt.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Zwei Wecker... trotzdem Stille...

28. Oktober ■ Chemnitz - Playa del Inglés

Zwei Wecker ... und trotzdem Stille ...
 
...so begann unser Morgen. 

Es "meldete" sich die Insulinpumpe 5 min., bevor wir das Haus verlassen wollten. Zur ursprünglich geplanten Zeit trafen zunächst sehr zufrieden an der Bushaltestelle ein. So fuhren wir dann pünktlich mit der Bahn zum Flughafen Leipzig/Halle. Unser kleines Frühstück fiel natürlich der Eile zum Opfer und zog im Nachgang betrachtet, ein Dilemma nach dem anderen nach sich.

Trotz sichtbar langer Warteschlangen ging der Abfertigungsprozess zügig voran und unkompliziert vonstatten.
Währenddessen stellte Sandi fest, dass die Insulinpumpe aufgrund der morgendlichen Geschwindigkeit auf unserer Spiegelablage im Bad liegen blieb. Nun war die Aufregung spürbar und der erste Schreck saß tief: was und wie tun? Die Länge der Schlange kam uns gerade recht. Es hieß aber kühlen Kopf zu behalten. Die Ersatzpumpe war griffbereit und musste eigentlich nur programmiert werden. Doch wo waren die Notizen der Basalrateneinstellung? Sandi wusste, dass sie die bei einer unserer letzten Reisen fotografiert und gespeichert hatte. Im ersten Anlauf fanden sie sich nicht und so blieb der Gedanke an das Original ... das musste irgendwo zu Hause liegen. Sandis Eltern blieben am frühen Morgen also von einem Anruf nicht verschont, der aber schon wenig später annulliert werden konnte. (Hoffentlich saß der Schreck nicht zu tief; denn von weitem hört sich doch alles dramatischer an als es ist). Wir hatten die Notiz gefunden. So wollte Sandi noch im Abflugbereich Gewissheit, ob alles mit der ausgeborgten Pumpe klappt; bisher gab es noch nie eine Notwendigkeit dafür.

Start mit Sekt für Zwei :)))
Schließlich sah alles bestens aus, wäre da nicht ein unverzichtbarer Schraubverschluss auf dem Sitz am Gate (23) liegen geblieben  - was wir aber erst im Flugzeug feststellten; alles eine 1/4 Stunde vor Abflug. Zunächst dachte Sandi, er wäre mit im Müll gelandet, den Andi auftragsgemäß entsorgt hatte. Nachdem Andi die Müllbeutel hereingeholt hatte (5 min. vor Abflug mit schon Ausnahmeerlaubnis) , fanden wir ihn auch dort nicht. Mittlerweile rollte das Flugzeug schon auf der Startbahn. Die Stewardess blieb ausgesprochen freundlich und ruhig; informierte den Kapitän und ließ ihn das vollbesetzte Flugzeug (A321) rückwärts bugsieren. Zwischenzeitlich hatten wir es so vereinbart, dass Sandi aussteigt und in einem der nächsten freien Flieger kostenlos fliegen kann. Dafür wurde eigens ein junger Mann beauftragt, der das mit Sandi gemeinsam regeln sollte. Innerlich geerdet  stand Sandi mit der Stewardess am Eingang des Flugzeuges um auf die Rolltreppe zu warten... dort erkundigte sich der sympathische etwa 40/45-jährige Kapitän persönlich und fragte, ob er noch warten soll; die Fluggäste hätten doch alle Zeit;) und heute wären es auch gute Flugbedingungen. Die ließen erwarten, dass er schneller fliegen kann. Sandi lehnte diese Extrawurst zunächst ab, ließ sich aber von der überaus freundlichen und professionellen Art der gesamten Crew gefangen nehmen. So verblieben wir, dass bei Fund mitgeflogen wird und anderenfalls der ursprüngliche Plan greift. Sandis Begleiter fand zur Erleichterung aller Beteiligten den Winzling und so hob die Maschine mit 40 min. Verspätung ab. Die Passagiere verhielten sich auch ziemlich relaxt und z.T. einfühlsam.

Ein noch anderer Umstand, nämlich die Einführung eines neuen Check-In-Systems (der zusätzlich Verzögerung verursachte), verhalf uns letztendlich wirklich zu "Extrawürsten aufzusteigen". Wir erhielten zufällig die Plätze mit besonders viel Beinfreiheit, die jedoch von anderen Passagieren zusätzlich bezahlt wurden. Aus diesem Grund  wechselten wir auf 2 Plätze in der letzten Reihe, die normalerweise der Crew vorbehalten und auch recht bequem waren. Kurz nach dem Start brachte uns die Stewardess noch Sekt und ein warmes Menü, was so eigentlich nicht vorgesehen ist; außerdem bekam Sandi eine 1,5 l  Flasche Mineralwasser.
Nach einem kurzweiligem Flug landeten wir mit nur noch 10 min. Verspätung auf Gran Canaria, wo wir bei 25°C und Sonnenschein empfangen wurden. Allerdings hängen in den Bergen viele graue Regenwolken.
Unsere Unterkunft, der Sahara Beach Club, macht seinem Namen alle Ehre, er liegt direkt an den Dünen von Maspalomas - toll. Es ist eine kleine gepflegte Anlage mit Pool in der Mitte. Die Wohneinheiten sind für die Eigenversorgung ausgelegt. Wir haben jedoch Halbpension gebucht, die es in einem kleinen Restaurant im benachbarten Hotel gibt. Man kann im 3-Gänge Menü zwischen 2 verschiedenen Möglichkeiten wählen.

Samstag, 24. Oktober 2015

Vorfreude

Vom 28.10. bis 18.11. reisen wir nach Gran Canaria. Dies ist unser erster Besuch auf der Insel. Wir übernachten in der Nähe der Düne von Maspalomas und werden von dort aus mit einem Mietwagen und zu Fuß die Insel erkunden.