Donnerstag, 29. Oktober 2015

Kleine Erkundungstour

29. Oktober ■ Arteara

Den Schlafmangel von gestern ausgeglichen, begann unser Morgen nach 9 Uhr im benachbarten Hotel La Aguacuates, einem 2* Hotel. Das Frühstück bestehend aus aufgeblasenen  Weizenluftbrötchen mit und ohne Mohn, dazu 3 Wurst- und eine Käsesorte,  sonst die üblichen Zutaten wie je 1 Sorte Müsli und Cornflakes, Joghurt, Marmelade und Nutella schien vom billigsten zu sein; weder wirklich schmeckend, geschweige denn gesund. Nur zum Sattwerden hat es gereicht. Der Kaffee naja geht so. Wie wird es wohl weitergehen?

Heute sollte es zum Einstieg eine kleine Wanderrunde in der Nähe werden. Deshalb entschieden wir uns für eine Teilstrecke Nr. 43 (Die Nekropolis von Arteara) aus dem Rother Wanderführer.
Geröllhang
Am ersten Aussichtspunkt auf halber Strecke   folgten wir einem kleinem Pfad, abseits der Touristenschwemme, der von alten Fliesen, Waschbecken, Bauschutt, Kanistern, Autoreifen und allem, was der Mensch nicht mehr braucht, gesäumt war. Nach 1/4 h erreichten wir einen  hohen Müllberg. Die Frage und Erkenntnis: Wo wird (bzw. wurde) der Müll auf so einer kleinen Insel entsorgt? Hier!

Blick von oben zum Palmenhain
Nach 10 km Anfahrtsweg über eine gut ausgebaute schmale Bergstraße waren wir in Arteara, einem kleinem Dorf auf ca. 400 Metern Höhe.

Ein ehemaliger Fluß, der vor 300. 000 Jahren verschüttet wurde, ließ hier inmitten der kargen Landschaft wieder eine kleine Oase entstehen. Eben diese gewaltige Bergrutsch hinterließ eine Geröllfläche auf der sich über 800 Steingräber, die ältesten 2500 Jahre alt, befinden. Das dort ansässige Museum zu dieser Geschichte ist sehr liebevoll gestaltet und ein Besuch empfehlenswert.

Übrigens tragen in diesem Dorf 6 von 11 Familien den gleichen Nachnamen; wohl durch Inzucht.
Was uns auch immer wieder erstaunt, ist die Beobachtung wie schnell man ganz einsam ist. Die meisten der Touristen bleiben im Tal, ein paar wenige fahren noch bis zu den Aussichtspunkten und beim Wandern können wir die, die uns begegnen, an einer Hand abzählen.
Grüne Oase

Gegen 15 Uhr waren wir zurück und besuchten noch das 10 min. fußläufig vom Hotel entfernte größere Einkaufszentrum "Cita", kauften noch ein paar Dinge für die Wanderungen und die abendliche Gemütlichkeit. 
Später chillten wir in unserer gemütlichen Suite, schliefen oder lasen in unseren mitgebrachten Büchern und Zeitungen. Es war super entspannt.