Montag, 16. November 2015

Mann, ist das steil, Mann

16. November ■ Mogán - Montaña de Tauro - Mogán

Da hinauf?
Schon am zeitigen Morgen, kurz nach sieben, begannen wir etwas verschlafen den Tag, da Andi zum Abschluss eine schöne knackige Runde gewählt hatte. Eigentlich hatte Sandi an einen "Ruhetag" gedacht, aber die Neugier war gesät ... fünf vor 8, das Buffet war gerade eröffnet, waren wir die ersten.

So saßen wir eine reichliche Stunde später gemeinsam mit dem üblichen Zubehör im Auto; Fahrzeit ca. 30 min. - Autobahn Richtung Westen.

Hier geht's lang
Unser Startpunkt war diesmal an der Mühle in Molina de Viento, einem Stadtteil von Mogán. Dort beginnt ein mit Steinmännchen und z.T. liebevoll gestalteten Wegweisern gekennzeichneter Weg. Dieser schraubt sich 2 km steil am Berg und an seiner Wand in unzähligen Kehren 450 Höhenmeter nach oben. Die Anstrengung hielt sich dennoch in Grenzen, da wir glücklicherweise noch auf der Schattenseite des Berges liefen.

Oben angekommen, stießen wir auf einen weiterführenden Weg, der am Rand des Barrancos auf einer Hochebene zum Tauro führt. Die Ruhe genießend begegneten uns unerwartet "viele" Wanderer: 2 Spanier, 4 Norweger und 2 Deutsche. Das war neuer Urlaubsrekord!

Dem Barranco entstiegen
Der Tauro, der mit 1214 m genauso hoch ist wie der Fichtelberg, hat eine sonderbare Form, so als wäre seine Spitze abgeschnitten. Früher war er ein Kultberg. Noch heute gilt er als sogenannter Kraftplatz. Und wirklich, man hatte das Gefühl der Magie. Vielleicht war es auch Einbildung. 

Kraftplatz auf dem Gipfel des Tauro
Am Gipfel hatten wir Rundumsicht über die gesamte Insel, jedoch die Nachbarinsel Teneriffa blieb im Dunst verschwunden. Dann schon auf dem Rückweg umrundeten wir den Gipfel und es kamen noch ein paar Höhenmeter dazu. Die Tour wurde länger als ursprünglich gedacht, aber Wetter, Stimmung, Naturschönheiten ... alles passte. 

Auf dem Rückweg
Auch konnten wir heute 2 der einheimischen endemischen Vogelarten aus nächster Nähe beobachten. Zum einen war es der Kanarienvogel, der im Ursprung grau ist und der andere war wirklich sehr anmutig, orangefarben mit Krone und langem schmalen Schnabel, filigran und ähnlich einem Specht. 

Gleich unten?
Die Hochebene war zügig durchlaufen, doch der 450 Meter hohe Steilabstieg wollte erstmal bewältigt sein. 40 Minuten steil bergab gehen lassen die Knie "pfeifen".

Zufrieden und glücklich über unsere gelungene Abschlusstour waren wir gegen 18 Uhr zurück. Leckere gekühlte Getränke, Cidre und Fruchtsmoothie warteten schon auf uns :). Sandi nahm wie immer als erstes die erfrischende und regenerierende Dusche und Andi genehmigte sich einstweilen ein kühles Blondes.